IT-Sicherheit und Mobilgeräte in einer Enterprise-Mobility-Strategie vereinen

Bring your own Device als Herausforderung für die IT-Security

BYOD, Cyberangriff, IT-Sicherheit

Aus Perspektive des Datenschutzes sind mobile Endgeräte, die Mitarbeiter sowohl privat als auch in der Arbeit nutzen, oft ein schwer zu kontrollierendes Sicherheitsrisiko. Laut einer aktuellen IDC-Studie sagen nahezu zwei Drittel der befragten Firmen aus, bereits Hacker-Angriffe auf ihren Mobile Devices erlebt zu haben. Verglichen mit 2015 ist das eine Steigerung um acht Prozent.  Bring your own Device oder BYOD, also die Nutzung der eigenen Mobilgeräte für die Arbeit, wird heute aber gerade von den jüngeren Arbeitnehmer-Generationen erwartet. Bei dieser Herausforderung für die IT-Abteilung ist es für Unternehmen entscheidend, Smartphones, Tablets und Laptops der Mitarbeiter sicher in die eigene IT-Security sowie -Architektur zu integrieren. Das Stichwort heißt Enterprise-Mobility-Strategie.

Dabei sind die technologische Integration sowie das Thema Mobile Security nur zwei wichtige Aspekte einer sicheren BYOD-Taktik und Unternehmens-IT. Neben der IT-Sicherheitsarchitektur müssen im Vorfeld lizenz- und datenschutzrechtliche Fragen im Zusammenhang mit der Nutzung privater Mobilgeräte geklärt sowie klare Compliance-Vorgaben formuliert werden. Beim Datenschutz ist vor allem auf eine saubere Trennung von privaten Kontakten und beruflichen Geschäftsbeziehungen zu achten. Auch eine regelmäßig stattfindende Sensibilisierung der Mitarbeiter für einen sicheren Umgang bezüglich BYOD ist obligatorisch. Beinahe die Hälfte aller IT-sicherheitsrelevanten, auf mobiler Technologie basierenden Zwischenfälle verursachen Kollegen aus den Fachbereichen, so die IDC-Studie. Zudem geht für über die Hälfte der IT-Verantwortlichen von den Anwendern selbst eine größere Bedrohung aus als etwa von Cyber-Kriminellen.

BYOD zu verbieten, macht keinen Sinn: Kontrolle ist besser

Sofern die Mitarbeiter nicht ihre mobilen Geräte im Stile eines Geheimdienstes am Unternehmenseingang abgeben und einschließen lassen müssen, ist eine Nutzung von privaten Smartphones oder Tablets am Arbeitsplatz nicht zu verhindern. Dementsprechend erzeugt ein Verbot persönlicher mobiler Geräte im Unternehmen zum einen Widerstand in den eigenen Reihen, zum anderen sinkt damit auch die Attraktivität als Arbeitgeber. Letztendlich werden private Mobilgeräte schon längst in den Firmen für Arbeitsaufgaben genutzt, da es mit ihnen meist schneller und einfacher geht als mit dem vielleicht schon etwas in die Jahre gekommenem Firmenrechner. Bevor sich also eine gefährliche Schatten-IT in den Büros ausbreiten kann, sollten sich Unternehmen bzw. Management und IT-Abteilung mit BYOD-Lösungen anfreunden und sorgfältig auseinandersetzen.

Neuer Trend: Apps für Fachabteilungen

Eine relativ neue interessante Entwicklung ist der Wunsch nach spezifischen Applikationen für die Mobilgeräte der jeweils unterschiedlichen Fachabteilungen, ermittelten die IDC-Experten in der Studie. Sofern sich die von den IT-Entscheidern erkannten, künftig noch wachsenden IT-Sicherheitsherausforderungen meistern lassen, sehen besonders Mitarbeiter aus der IT in den Apps die Möglichkeit, Dienste schneller bereitzustellen (58 Prozent) und insgesamt ihre Abteilung damit entlasten zu können (57 Prozent).

Zehn Tipps, wie BYOD auch in Ihrem Unternehmen funktionieren kann, finden Sie hier:

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