Sicherheitslücke Smartphone

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Bedeutet mobiles Arbeiten gleichzeitig unsicheres Arbeiten?

Sicherheitslücke Smartphone: Wie wichtig BYOD-Richtlinien in Unternehmen sind

2015 fanden fast 40 Prozent mehr Cyber-Angriffe statt als im Jahr zuvor. Viele davon kamen zustande, weil mobiles Arbeiten, gerade auch mit privaten Geräten, in den Unternehmen gefördert wird. Doch 70 Prozent der Unternehmen verfügen über keine geeigneten BYOD-Richtlinien, wie eine aktuelle Studie berichtet. Das Paradoxe an der ganzen Sache ist allerdings, dass die Hälfte der IT-Entscheider im mobilen Arbeiten über eigene Geräte eine potenzielle Bedrohung sieht.
Hier ist ein Umdenken bezüglich der IT-Sicherheitsstrategie dringend erforderlich, denn die Studie bezeichnete das Budget als das größte Hindernis bei der Anschaffung mobiler Geräte. Die Sicherheit der Unternehmensdaten rangiert dabei nur auf den hinteren Plätzen. Zwar beläuft sich die Zahl der Mitarbeiter, die heute mobil arbeiten, noch auf unter 20 Prozent - aber bereits 2020 werden fast 40 Prozent der Anwender mit einem Tablet, Hybrid-PC oder Smartphone arbeiten.

Angriffe auf mobile Geräte häufen sich

Die Befürchtungen der IT-Entscheider sehen sich auch darin bestätigt, dass über 60 Prozent der Anwender angaben, bereits 2015 Erfahrungen mit Angriffen auf die Sicherheit ihrer mobilen Endgeräte gemacht zu haben. Auf der anderen Seite meldeten Unternehmen in einem Zeitraum von zwölf Monaten durchschnittlich sechs Sicherheitsvorfälle, die sich im Zusammenhang mit mobilen Technologien ereigneten. Und dass solche Vorfälle schwerwiegende Konsequenzen haben, sollte sich inzwischen bis zu den Chefetagen durchgesprochen haben. Denn durch diese gestohlenen Informationen kann nicht nur ein finanzieller Schaden entstehen, sondern es können auch rechtliche Folgen sowie ein Imageverlust auf das Unternehmen zukommen.

Fast jeder dritte Abteilungsleiter hat schon sein Smartphone verloren

Die größten Sicherheitsrisiken in der Verwendung mobiler Technologien stellen dabei folgende Punkte dar:

  • Mobile Malware (über 40 Prozent)
  • Phishing und Social Engineering (35 Prozent)
  • Fehlverhalten der Anwender, vorsätzlich oder unabsichtlich (30 Prozent)

Hier ist der letzte Punkt besonders erschreckend: So gaben 30 Prozent der Fachbereichsverantwortlichen an, bereits mindestens einmal ein Smartphone verloren zu haben. Im Hinblick auf die Folgen besteht auch hier eindeutiger Handlungsbedarf seitens der Unternehmen. Neben der besseren Absicherung von Apps und mobilen Geräten durch den Anbieter oder der Möglichkeit, beim Gerätverlust kritische Daten per Fernzugriff zu löschen, sollten Mitarbeiter auf die entsprechenden Sicherheitsthematiken sensibilisiert werden. In einem nächsten Schritt wäre zu überlegen, einen Chief Information Security Officer (kurz: CISO) einzusetzen, der sich in seiner Haupttätigkeit ausschließlich um Sicherheitsbelange im gesamten Unternehmen kümmert.

Mehr interessante Zahlen zur mobilen Sicherheit in Unternehmen bekommen Sie in unserer Infografik.

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